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Verkehrsbauwesen

Verkehrsbauwesen

Das Verkehrsbauwesen (auch als Verkehrswegebau bezeichnet) als Spezialbereich des Bauingenieurwesens bzw. der Verkehrswissenschaften behandelt die Planung und den Entwurf, die Konstrukion, die Instandsetzung und Erhaltung sowie die Sanierung oder den Abbruch der baulichen Anlagen des Verkehrswesens (Verkehrsinfrastruktur). Das Verkehrsbauwesen ist eines der Kernfächer des Bauingenieurwesens, welches international als "Zivilingenieurwesen" benannt das Pendant zum Militäringenieurwesen bildete. Naturgemäß war eine Tätigkeit der Pioniere der Landverkehrswegebau. Inhalte sind u.a. Dimensionierung und Aufbau von Unterbau und Oberbau der Verkehrsinfrastruktur, Trassierung und Bauplanung. Arbeitsbereiche im Verkehrsbauwesen sind u.a.:
- Straßen- und Wegebau
- Verkehrsplanung
- Planung und Bau von Anlagen des Luftverkehrs
- Verkehrswasserbau
- Eisenbahnbau und Gleistechnik
- Raumplanung und Städtebau

Siehe auch:


- Verkehrsbauwerk
- Verkehrsknoten
- Verkehrsweg
- Verkehrsanlage
- Verkehrswissenschaften
- Verkehrsingenieurwesen
- Hochschule für Verkehrswesen

Weblinks


- [http://www.studienberatung.tu-berlin.de/faecher/verkehr/verkehr.html Diplomstudiengang Verkehrswesen an der TU-Berlin]
- http://www.ruhr-uni-bochum.de/verkehrswesen/
- http://www.ifv.uni-karlsruhe.de/
- [http://www.hfv-dd.de/ Traditionsseiten für die Fachschaft Verkehrswissenschaften Dresden]
- [http://www.vkw.tu-dresden.de/ Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List"] Kategorie:Verkehrstechnik Kategorie:Verkehrsbauwerk

Bauingenieurwesen

Das Bauingenieurwesen ist eine Ingenieurwissenschaft, die sich mit Bauwerken verschiedener Art auseinandersetzt. Teil des Bauingenieurwesens sind auch die Bereiche, die sich mit dem Umfeld von Bauwerken wie auch der Infrastruktur befassen. Das Bauingenieurwesen gliedert sich somit in die Bereiche:
- Konstruktiver Ingenieurbau (Statik, Baudynamik, Stahlbau, Massivbau, Holzbau, Hochbau, Glasbau, Grundbau)
- Wasser und Umwelt (Wasserwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Wasserbau, Küsteningenieurwesen, Energiewasserbau, Hydromechanik, Stahlwasserbau, Stauanlagenbau, Verkehrswasserbau, Hydrologie)
- Verkehrsbauwesen (Straßen- und Wegebau, Verkehrsplanung, Eisenbahnbau, in Teilen auch Städtebau)
- Baubetrieb / Bauleitung
- Bauinformatik Weiterhin gibt es noch Spezialisierungsgebiete wie z.B. Sanierung und Bauwerkserhaltung. Die zugehörige Berufsbezeichnung ist Bauingenieur. Es handelt sich hierbei um einen Diplomstudiengang, der zur Zeit für einzelne Teilbereiche durch Master- und Bachelor-Abschlüsse ergänzt wird.

Siehe auch


- Portal:Architektur und Bauwesen
- Bauwesen, Bauwerk, Gebäude

Weblinks


- [http://www.structurae.de Structurae] - Datenbank für Ingenieurbau ! Kategorie:Ingenieurwissenschaft ja:土木工学 th:วิศวกรรมโยธา

Verkehrswissenschaften

Verkehrswissenschaft(en) ist ein Sammelbegriff für alle wissenschaftlichen Disziplinen (Liste der Fachgebiete), die sich mit der Erforschung der naturwissenschaftlichen, technischen, technologischen, ökonomischen, soziologischen, juristischen, geographischen, historischen und psychologischen Gesetzmäßigkeiten des Verkehrswesens im Zusammenhang mit der Ortsveränderung von Gütern, Personen und Nachrichten befassen. Die Verkehrswissenschaft kann als Rahmenwissenschaft von Teilgebieten anderer Wissenschaften aufgefasst werden, die aus relativ selbstständigen, aber eng miteinander verflochtenen Disziplinen und Arbeitsfelder besteht, so z. B.
- Verkehrstechnik (besser Verkehrsmitteltechnik),
- Verkehrsbauwesen,
- Verkehrsplanung,
- Verkehrsingenieurwesen,
- Logistik (u.a. Verkehrs-, Transportlogistik),
- Verkehrswirtschaftslehre,
- Verkehrssoziologie,
- Verkehrsökologie,
- Verkehrspsychologie,
- Verkehrspolitik,
- Verkehrsrecht,
- Verkehrsgeografie,
- Verkehrsgeschichte,
- Verkehrstelematik,
- Verkehrskybernetik
- Verkehrsphysik,
- Verkehrsmedizin.

Geschichte

Voraussetzung für die Entstehung der Verkehrswissenschaften war die Herausbildung des Verkehrswesens sowie die entsprechende Profilierung der Wissenschaften. Dies war in der Mitte des 20. Jahrhunderts erfüllt. Bis dahin fand die wissenschaftliche Behandlung des Forschungsgegenstands "Verkehr" in den Disziplinen Nationalökonomie oder den bis dahin noch nicht weiter ausdifferenzierten Ingenieurwesen statt. Außerdem kam es zu einer verkehrsträgerspezifischen wissenschaftlichen Entwicklung.
- 1418 Gründung der ersten Marineakademie in Sagres (Portugal) durch Heinrich den Seefahrer. Dort wurde ein neuer Schiffstyp auf Basis wissenschaftlicher bzw. theoretischer Überlegungen entwicklet (Karacke),
- 1747 Gründung der Akademie für Straßen- und Brückenbau, Paris (Ecole nationale des Ponts et Chaussées),
- 1806 Gründung eines Ingenieurcorps für Wasser- und Landverkehr in St. Petersburg, Russland (später Verkehrshochschule),
- 1896 Gründung der späteren Eisenbahnuniversität Moskau. Mit Entfaltung des heute bekannten Verkehrswesens mit seiner politischen, wirtschaftlichen und technischen Bedeutung kam es zu einer übergreifenden wissenschaftlichen Betrachtung der verschiedenen Aspekte von Mobilität und Verkehr und damit zur Entstehung der Verkehrswissenschaft(en). Bedeutende Verkehrswissenschaftler in dieser Entwicklung waren in Deutschland u. a. Friedrich List (1789-1846), Emil Sax (1845-1927), Richard van der Borght (1861-1926), Wilhelm Launhardt (1832-1918), Kurt Wiedenfeld (1871-1955), Richard Hennig (1874-1951), Ernst Esch (1881-1945), Anton Felix Napp-Zinn (1899-1965), Carl Pirath (1884-1955). An verschiedenen Einrichtungen wurde/ wird dieses Querschnittsgebiet wissenschaftlich behandelt, so z. B. an Universitäten und Hochschulen sowie weiteren Forschungseinrichtungen (Fraunhofer-Gesellschaft, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und wissenschaftlichen Trägern (Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft). Eine Besonderheit im deutschsprachigen Raum stellte in diesem Zusammenhang die Hochschule für Verkehrswesen "Friedrich List" Dresden dar, an der zwischen 1952 und 1992 alle Verkehrszweige wissenschaftlich behandelt wurden. Seit 1992: Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List", Technische Universität Dresden).

Verkehrswissenschaft oder -wissenschaften?

In der Fachwelt besteht keine Einigkeit, ob es eine eigene Verkehrswissenschaft überhaupt gibt, denn die o. g. Disziplinen sind ihrerseits Bestandteil großer Wissenschaftsbereiche. Außerdem ist unklar, ob es sich um eine einzige Verkehrswissenschaft oder um mehrere Verkehrswissenschaften handelt. Insbesondere die Volkswirtschaftslehre/ Nationalökonomie betrachtet traditionell eine einzige Verkehrswissenschaft (gemeint ist dabei die Verkehrswirtschaftslehre). Daneben wird auch die Ansicht vertreten, dass die Verkehrsströmungslehre (traffic science, vgl. Verkehrsphysik) eine eigene Verkehrswissenschaft bildet - unabhängig von soziologischen, ökonomischen, technologischen oder technischen Randbedingungen.

Siehe auch


- Mobilität
- Mobilitätskultur
- Verkehr
- Verkehrswesen

Weblinks


- [http://www.dvwg.de Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft e. V.]
- [http://www.deutsche-verkehrsakademie.de Deutsche Akademie für Verkehrswissenschaft]
- [http://www.ivi.fraunhofer.org Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme Dresden]
- [http://www.dlr.de Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)]
- [http://www.verkehrswissenschaften.org Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List", TU Dresden] Kategorie:Verkehr Kategorie:Liste (Verkehr) Kategorie:Fahrzeug Kategorie:Transport & Verkehr Kategorie:Schienenverkehr Kategorie:Schifffahrt Kategorie:Luftverkehr Kategorie:Postwesen Kategorie:Telekommunikation Kategorie:Verkehrstechnik Kategorie:Güterverkehr Kategorie:Logistik

Verkehrsinfrastruktur

Verkehrswege bezeichnen Wege und Trassen, auf denen (sich) Personen, Güter und Daten von einem Ort zum anderen bewegen können. Sie werden in der Regel von Bund, Länder und Gemeinden bzw. internationalen Einrichtungen mit öffentlichen Mitteln errichtet oder ausgewiesen. Neuerdings gibt es Bestrebungen, Verkehrswege vermehrt nach einem Ausschreibungsverfahren von privaten Gesellschaften bauen und betreiben zu lassen (Privatisierung). Die Verkehrsinfrastruktur eines Gebietes bezeichnet alle Verkehrswege, ihre räumliche Ausdehnung, Vernetzung und die dazugehörigen baulichen und technischen Einrichtungen. Zu den ältesten Verkehrswegen zählen die Land- und Wasserwege. Schiene, Luftkorridore und kamen erst nach der Erfindung der entsprechenden Verkehrs- und Transportmittel hinzu. Ein allgemeinerer Begriff für Verkehrsweg ist auch Verkehrsroute.

Verkehrswege


- Fußgängerweg, Gehweg, Pfad, Steig, Trampelpfad
- Radweg
- unbefestigter Fahrweg
- Schiene
- Straße, Autobahn
- Wasserstraße, Binnengewässer
- Schifffahrtsroute
- Verkehrstrennungsgebiet (Schifffahrt)
- Flugkorridor im Luftverkehr

Verkehrsinfrastruktur

Zur Verkehrsinfrastruktur zählen neben den Verkehrswegen auch
- Flughäfen
- Parkplätze
- Häfen

Verantwortlichkeiten

Die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur obliegt der Verkehrspolitik und dem Verkehrsbauwesen und kann große Auswirkungen auf die relative Lage von Orten und Regionen haben. Getrieben wurde die Entwicklung in der Vergangenheit vorwiegend von der militärischen und kommerziellen Logistik. Eine Verkehrsinfrastruktur ist gut ausgebaut, wenn sie die verschiedenen Verkehrsmittel optimal miteinander vernetzt, so daß der Umstieg bzw. Umschlag von einem auf das andere Verkehrsmittel reibungslos erfordern kann. Für Häfen sind heute beispielsweise Anschlüsse an Autobahnen und Eisenbahnen wichtig, Flughäfen sollten ebenfalls an diese Verkehrswege angeschlossen sein und ein Umsteigen auf den ÖPNV erlauben. Innerstädtisch ist es die Herausforderung der Stadtplaner, die Straßen nicht zu überlasten. D.h. der ÖPNV muß preislich und zeitlich eine attraktive Alternative zum Individualverkehr sein.

Historische Entwicklung

In Europa waren die frühesten Fernverkehrswege (neben der Küstenschiffahrt) Flüsse sowie Fußwege, die über trockenes Land führten. Sie waren noch nicht besonders ausgebaut, erlaubten Händlern in der Antike aber den Fernverkehr mit ersten Handelsgütern wie Salz, Feuerstein, Honig, Metallen, Keramik und Waffen. Die Römer legten in historischer Zeit Fernstraßen in großen Stil an, primär um schnelle Truppenbewegungen zu ermöglichen. Diese Straßen dienten dann auch dem zivilen Personen- und Warenverkehr sowie der schnellen Weiterleitung von Nachrichten. Kanalbauten sind schon vor der römischen Epoche aus China und Ägypten bekannt. Zwei Aspekte des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur sind für den Handel wichtig: Die Zeitersparnis durch gut ausgebaute Verkehrswege senkt Transportkosten und macht den Handel verderblicher Waren überhaupt erst möglich. Dadurch profitieren Regionen, die vorher ihre Produkte wegen zu hoher Kosten bzw. zu hohen Warenschwunds nicht vermarkten konnten. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Canal du Midi im Süden Frankreichs, der es der Region erstmals ermöglichte, Getreide zu exportieren. Sie rückte damit bildlich gesprochen "näher" an die städtischen Märkte heran. In Deutschland waren es im Mittelalter überwiegend die Ränder von Mittelgebirgen, die für Fernstraßen geeignet waren. Sie hatten eine natürliche Entwässerung durch das Hanggefälle und dementsprechend überwiegend trockene und feste Fahrbahnen. Militärischen Gesichtspunkten folgte der Bau von langen geraden Straßen in Preußen im 18. Jahrhundert, die von Bäumen gesäumt waren. Sie dienten der schnellen Verlegung von Truppen, die Bäume sollten die Soldaten im Sommer vor der Hitze schützen. Auch beim Bau der ersten Autobahnen in Deutschland spielten solche Aspekte eine Rolle. Der Bau von Brücken über Flüsse lenkte in der Vergangenheit Waren- und Personenverkehr trichterförmig zu diesen hin. Es wird häufig geschrieben, eine Stadt sei "verkehrsgünstig gelegen". Tatsächlich ist es aber meistens so, daß die Stadt durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sich selbst diese günstige Lage erarbeitet hat oder den überregionalen Ausbau in ihrem Interesse beeinflußt hat. Schon im Absolutismus wurde erheblich in den Bau von Kanälen und die Schiffbarmachung von Flüssen investiert. Wasserwege waren der billigste Verkehrsweg und geeignet, auch größere bzw. schwerere Lasten über weite Strecken zu transportieren. England war hier Pionier, und in Kontinentaleuropa ist das historische Kanalnetz zwischen Rhein und Mosel heute ein beliebtes Revier für Freizeitkapitäne. Wichtig war hier die Entwicklung und die Weiterentwicklung der Schleusentechnik. Auch See- und Binnenhäfen gehören zur Verkehrsinfrastruktur. Sie entwickelten sich in Europa sprunghaft im frühen Mittelalter (Hanse) und weltweit stürmisch im 18. und 19. Jahrhundert. Diese Entwicklung hält ungebrochen an (Containerschiffahrt). Binnenschiffe wurden vor Erfindung der Dampfmaschine in der Regel von Pferden, Maultieren oder Menschen mit Leinen vom Ufer her gezogen, auf den sogenannten Treidelpfaden. Diese Wege sind heute häufig noch erhalten und dienen dann eher der Naherholung. Die Bedeutung der Binnenschiffahrt nimmt seit rund 150 Jahren tendenziell ab, allerdings könnten neue Containerleichter eine Belebung bringen. Mit der Erfindung der Dampfmaschine und der Eisenbahn im 19. Jahrhundert wurden die Wasserwege als billigstes Verkehrmittel abgelöst. Damit sanken die Transportkosten und die Transportzeiten noch weiter. Der beim Canal du Midi beschriebene regionale Aspekt erhielt nun eine kontinentale Dimension. Städte, die an die Fernbahnen angeschlossen waren, verbesserten ihre relative Lage, für ausgeschlossene Städte verschlechterte sie sich. Die Erfindung des Automobils führte und führt noch heute zum massiven Ausbau des Straßennetzes. Sowohl Individual- als auch Warentransportverkehr nehmen weltweit immer noch zu. In den Städten wurde seit der industriellen Revolution die Infrastruktur für die Beförderung von Arbeitern und Angestellten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ausgebaut. Nach Straßenbahnen (zunächst von Pferden gezogen, dann Elektrisiert) wurden U-Bahnen gebaut. Auch Busse ("Onmibus" bedeutet "für alle" sind wichtiger Bestandteil des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV). Der Flugverkehr hatte zunächst nur eine Bedeutung für die Personenbeföderung, seine Bedeutung für den Warenverkehr nimmt aber zu. Für den Tourismus hat er viele Ziele überhaupt erst zugänglich gemacht und trägt somit auch stark zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Hier sind es nicht die Waren, die schneller beim Verbraucher sind, sondern umgekehrt kann der Verbraucher schneller (und preiswerter) an das Urlaubsziel gelangen.

Siehe auch


- Verkehr - Verallgemeinerte Begriffsklärung
- Verkehrszweig
- Verkehrswissenschaften
- Verkehrssystem
- Verkehrsbauwesen
- Hochschule für Verkehrswesen
- Mobilität
- Verkehrsknotenpunkt
- Themenliste Straßenverkehr
- Themenliste Straßenbau Kategorie:Verkehr Kategorie:Verkehrstechnik

Verkehrsinfrastruktur

Verkehrswege bezeichnen Wege und Trassen, auf denen (sich) Personen, Güter und Daten von einem Ort zum anderen bewegen können. Sie werden in der Regel von Bund, Länder und Gemeinden bzw. internationalen Einrichtungen mit öffentlichen Mitteln errichtet oder ausgewiesen. Neuerdings gibt es Bestrebungen, Verkehrswege vermehrt nach einem Ausschreibungsverfahren von privaten Gesellschaften bauen und betreiben zu lassen (Privatisierung). Die Verkehrsinfrastruktur eines Gebietes bezeichnet alle Verkehrswege, ihre räumliche Ausdehnung, Vernetzung und die dazugehörigen baulichen und technischen Einrichtungen. Zu den ältesten Verkehrswegen zählen die Land- und Wasserwege. Schiene, Luftkorridore und kamen erst nach der Erfindung der entsprechenden Verkehrs- und Transportmittel hinzu. Ein allgemeinerer Begriff für Verkehrsweg ist auch Verkehrsroute.

Verkehrswege


- Fußgängerweg, Gehweg, Pfad, Steig, Trampelpfad
- Radweg
- unbefestigter Fahrweg
- Schiene
- Straße, Autobahn
- Wasserstraße, Binnengewässer
- Schifffahrtsroute
- Verkehrstrennungsgebiet (Schifffahrt)
- Flugkorridor im Luftverkehr

Verkehrsinfrastruktur

Zur Verkehrsinfrastruktur zählen neben den Verkehrswegen auch
- Flughäfen
- Parkplätze
- Häfen

Verantwortlichkeiten

Die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur obliegt der Verkehrspolitik und dem Verkehrsbauwesen und kann große Auswirkungen auf die relative Lage von Orten und Regionen haben. Getrieben wurde die Entwicklung in der Vergangenheit vorwiegend von der militärischen und kommerziellen Logistik. Eine Verkehrsinfrastruktur ist gut ausgebaut, wenn sie die verschiedenen Verkehrsmittel optimal miteinander vernetzt, so daß der Umstieg bzw. Umschlag von einem auf das andere Verkehrsmittel reibungslos erfordern kann. Für Häfen sind heute beispielsweise Anschlüsse an Autobahnen und Eisenbahnen wichtig, Flughäfen sollten ebenfalls an diese Verkehrswege angeschlossen sein und ein Umsteigen auf den ÖPNV erlauben. Innerstädtisch ist es die Herausforderung der Stadtplaner, die Straßen nicht zu überlasten. D.h. der ÖPNV muß preislich und zeitlich eine attraktive Alternative zum Individualverkehr sein.

Historische Entwicklung

In Europa waren die frühesten Fernverkehrswege (neben der Küstenschiffahrt) Flüsse sowie Fußwege, die über trockenes Land führten. Sie waren noch nicht besonders ausgebaut, erlaubten Händlern in der Antike aber den Fernverkehr mit ersten Handelsgütern wie Salz, Feuerstein, Honig, Metallen, Keramik und Waffen. Die Römer legten in historischer Zeit Fernstraßen in großen Stil an, primär um schnelle Truppenbewegungen zu ermöglichen. Diese Straßen dienten dann auch dem zivilen Personen- und Warenverkehr sowie der schnellen Weiterleitung von Nachrichten. Kanalbauten sind schon vor der römischen Epoche aus China und Ägypten bekannt. Zwei Aspekte des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur sind für den Handel wichtig: Die Zeitersparnis durch gut ausgebaute Verkehrswege senkt Transportkosten und macht den Handel verderblicher Waren überhaupt erst möglich. Dadurch profitieren Regionen, die vorher ihre Produkte wegen zu hoher Kosten bzw. zu hohen Warenschwunds nicht vermarkten konnten. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Canal du Midi im Süden Frankreichs, der es der Region erstmals ermöglichte, Getreide zu exportieren. Sie rückte damit bildlich gesprochen "näher" an die städtischen Märkte heran. In Deutschland waren es im Mittelalter überwiegend die Ränder von Mittelgebirgen, die für Fernstraßen geeignet waren. Sie hatten eine natürliche Entwässerung durch das Hanggefälle und dementsprechend überwiegend trockene und feste Fahrbahnen. Militärischen Gesichtspunkten folgte der Bau von langen geraden Straßen in Preußen im 18. Jahrhundert, die von Bäumen gesäumt waren. Sie dienten der schnellen Verlegung von Truppen, die Bäume sollten die Soldaten im Sommer vor der Hitze schützen. Auch beim Bau der ersten Autobahnen in Deutschland spielten solche Aspekte eine Rolle. Der Bau von Brücken über Flüsse lenkte in der Vergangenheit Waren- und Personenverkehr trichterförmig zu diesen hin. Es wird häufig geschrieben, eine Stadt sei "verkehrsgünstig gelegen". Tatsächlich ist es aber meistens so, daß die Stadt durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sich selbst diese günstige Lage erarbeitet hat oder den überregionalen Ausbau in ihrem Interesse beeinflußt hat. Schon im Absolutismus wurde erheblich in den Bau von Kanälen und die Schiffbarmachung von Flüssen investiert. Wasserwege waren der billigste Verkehrsweg und geeignet, auch größere bzw. schwerere Lasten über weite Strecken zu transportieren. England war hier Pionier, und in Kontinentaleuropa ist das historische Kanalnetz zwischen Rhein und Mosel heute ein beliebtes Revier für Freizeitkapitäne. Wichtig war hier die Entwicklung und die Weiterentwicklung der Schleusentechnik. Auch See- und Binnenhäfen gehören zur Verkehrsinfrastruktur. Sie entwickelten sich in Europa sprunghaft im frühen Mittelalter (Hanse) und weltweit stürmisch im 18. und 19. Jahrhundert. Diese Entwicklung hält ungebrochen an (Containerschiffahrt). Binnenschiffe wurden vor Erfindung der Dampfmaschine in der Regel von Pferden, Maultieren oder Menschen mit Leinen vom Ufer her gezogen, auf den sogenannten Treidelpfaden. Diese Wege sind heute häufig noch erhalten und dienen dann eher der Naherholung. Die Bedeutung der Binnenschiffahrt nimmt seit rund 150 Jahren tendenziell ab, allerdings könnten neue Containerleichter eine Belebung bringen. Mit der Erfindung der Dampfmaschine und der Eisenbahn im 19. Jahrhundert wurden die Wasserwege als billigstes Verkehrmittel abgelöst. Damit sanken die Transportkosten und die Transportzeiten noch weiter. Der beim Canal du Midi beschriebene regionale Aspekt erhielt nun eine kontinentale Dimension. Städte, die an die Fernbahnen angeschlossen waren, verbesserten ihre relative Lage, für ausgeschlossene Städte verschlechterte sie sich. Die Erfindung des Automobils führte und führt noch heute zum massiven Ausbau des Straßennetzes. Sowohl Individual- als auch Warentransportverkehr nehmen weltweit immer noch zu. In den Städten wurde seit der industriellen Revolution die Infrastruktur für die Beförderung von Arbeitern und Angestellten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ausgebaut. Nach Straßenbahnen (zunächst von Pferden gezogen, dann Elektrisiert) wurden U-Bahnen gebaut. Auch Busse ("Onmibus" bedeutet "für alle" sind wichtiger Bestandteil des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV). Der Flugverkehr hatte zunächst nur eine Bedeutung für die Personenbeföderung, seine Bedeutung für den Warenverkehr nimmt aber zu. Für den Tourismus hat er viele Ziele überhaupt erst zugänglich gemacht und trägt somit auch stark zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Hier sind es nicht die Waren, die schneller beim Verbraucher sind, sondern umgekehrt kann der Verbraucher schneller (und preiswerter) an das Urlaubsziel gelangen.

Siehe auch


- Verkehr - Verallgemeinerte Begriffsklärung
- Verkehrszweig
- Verkehrswissenschaften
- Verkehrssystem
- Verkehrsbauwesen
- Hochschule für Verkehrswesen
- Mobilität
- Verkehrsknotenpunkt
- Themenliste Straßenverkehr
- Themenliste Straßenbau Kategorie:Verkehr Kategorie:Verkehrstechnik

Straßen- und Wegebau

Der Straßen- und Wegebau beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit dem Bau von Straßen und Wegen. Er ist im innerstädtischen Bereich die Fortsetzung der Verkehrsplanung und außerhalb der Ortschaften die Fortsetzung der Raumplanung. Raumplanung Der Straßen- und Wegebau berührt allerdings auch andere Bereich des Bauingenieurwesens, wie den Brückenbau oder den Grundbau. Somit ist eine klare Abgrenzung der einzelnen Bereich des Bauingenieurwesens für den Laien oftmals nicht klar erkennbar. Beim Straßenbau werden Straßen aus Asphalt, Beton, Pflaster oder aus unbefestigtem Material (beispielsweise Schotter) hergestellt. Die Herstellung erfolgt dabei bei größeren Baumaßnahmen mit einem Straßenfertiger bei Asphaltstraßen bzw. mit einem Gleitschalungsfertiger bei Betonstraßen. Kleine Baumaßnahmen und Reparaturen werden oft manuell ausgeführt. Gleitschalungsfertiger] Wichtige Punkte beim Straßenbau:
- Wahl der eingesetzten Maschinen
- Wahl des eingebauten Materials
- Beachtung der Umweltbedingungen (Temperatur, Regen etc.)
- ausreichende Verdichtung bei der richtigen Asphalttemperatur Laut einer vom Autoclub Europa (ACE) und der IG Bau im Mai 2005 vorgestellten Untersuchung müssen 64000 Kilometer Straße in Deutschlands Städten und Gemeinden dringend saniert werden. Die dafür anfallenden Kosten werden auf 25 Milliarden Euro beziffert. Der ACE warnte vor wachsendem volkswirtschaftlichen Schaden, falls der Zustand der Straßen weiterhin so schlecht bleibe.

Siehe auch:


- Themenliste Straßenbau
- Verkehrsbauwesen

Weblinks


- http://www.adressn.de AdressN.de (Baufirmen-Branchenverzeichnis) Deutsche Straßenbauverwaltungen:
- [http://www.bmvbw.de Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen]
- [http://www.bast.de Bundesanstalt für Straßenwesen]
- [http://lst.strassen.baden-wuerttemberg.de/ Landesamt für Straßenwesen Baden-Württemberg]
- [http://www.bayerninfo.de Verkehrsinformationen für Bayern]
- [http://www.stadtentwicklung.berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin]
- [http://www.brandenburg.de/land/mswv/verkehr/strasse.html Straßenbau und Straßenverkehr Brandenburg]
- [http://www.asv-bremen.de/ Amt für Straßen und Verkehr Bremen]
- [http://www.hamburg.de/fhh/behoerden/behoerde_fuer_bau_und_verkehr/ Behörde für Bau und Verkehr Hamburg]
- [http://www.hessen.de/Wirtschaft/Verkehr/ Verkehrs-Service der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung]
- [http://strassenbauverwaltung.mvnet.de/ Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern]
- [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/ Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr]
- [http://www.strassen.nrw.de Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen]
- [http://www.lsv.rlp.de Landesbetrieb Straßen und Verkehr Rheinland-Pfalz]
- [http://www.wirtschaft.saarland.de/1151.htm Ministerium für Wirtschaft Saarland - Verkehr]
- [http://www.sachsen.de/de/wu/smwa/verkehr/strassenverkehr/index.html Straßenverkehr Sachsen]
- [http://www.mbv.sachsen-anhalt.de/ Ministerium für Wohnungswesen, Bauwesen und Verkehr Sachsen-Anhalt]
- [http://www.lbv-sh.de Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein]
- [http://www.th-online.de/ Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur Thüringen] Kategorie:Verkehrsbauwerk Kategorie:Straßenbau

Luftverkehr

Luftverkehr ist der Verkehr mit Hilfe von Luftfahrzeugen, insbesondere Flugzeugen. Zunächst mit der Einführung der Strahltriebwerke, dann vor allem im Zuge der Liberalisierung des Luftverkehrs ist der Luftverkehr stark angestiegen und bildet heute einen wichigen Teil der modernen Verkehrsinfrastruktur. Luftverkehr wird typischerweise mit Hilfe von Flughäfen abgewickelt. Hubschrauber und Militärflugzeuge sind in der Lage, Transportleistungen auch auf Straßen, Plätzen oder auf Schiffen ausreichend sicher zu erbringen. Grundlage des Luftverkehrs sind die sog. Freiheiten der Luft, die von der ICAO ausgearbeitet worden sind. Des weiteren spielen bilaterale Verkehrsrechte sowie das internationale Verfahren zur Slot-Vergabe eine elementare Rolle. Die meisten Fluggesellschaften sind der IATA angeschlossen, ca. 250 von weltweit mehreren Tausend. Die größte deutsche Fluggesellschaft ist die Deutsche Lufthansa AG. Flüge die innerhalb eines Staates stattfinden bezeichnet man als Inlandsflüge. Diese werden wegen des geringeren Passagieraufkommens meist mit kleineren Flugzeugtypen ausgeführt. Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Luftverkehrs sind teils positiv, teils negativ.

Vorteile

Luftverkehr bewirkt Arbeitsplätze im Bereich der Flughäfen, der Luftverkehrsgesellschaften und der Flugzeugindustrie. Er ermöglicht erst den internationalen Handel und ist damit wichtiger Exportmotor. Luftverkehr steht im Wettbewerb mit der Straße und Schiene bei Flugdistanzen von weniger als 400 km. Ab etwa 400 - 800 km Distanz ist der Luftverkehr den anderen Verkehrsmodi in der Geschwindigkeit überlegen. Im interkontinentalen Verkehr ist der Luftverkehr nicht durch vergleichbar schnelle Verkehrsmittel zu ersetzen. Durch Luftverkehr ist ein schnellerer Gütertransport möglich und daher für besonders eilbedürftige und wertvolle Frachtgüter geeignet. Im Bereich des Katastrophenschutzes sind Transporte durch Luftverkehr häufig nötig, um rasch Hilfe zu bringen. Der Landschaftsverbrauch für Flughäfen ist weitaus geringer als dies für Eisenbahnstrecken und Autobahnen bzw. -straßen der Fall ist, die häufig Lebensräume und naturbelassene Landschaften durchtrennen. Der gewerbliche Luftverkehr ist von Mineralölsteuer, Ökosteuer und Mehrwertsteuer befreit. Für den nicht-EU-Verkehr entspricht dies internationalen Abkommen. Der Luftverkehr ist der einzige Verkehrszweig, der seine technischen Wegekosten (z. B. über Flugsicherungsgebühren, Landeentgelte, etc.) vollständig selbst finanziert - im Gegensatz zu Straßenverkehr und Bahn, deren Infrastruktur in hohem Masse über Steuern finanziert werden.

Nachteile

Der Hauptnachteil von Luftverkehr ist, dass er im Vergleich mit beispielsweise der Bahn eher geringe Mengen an Gütern transportieren kann. Hauptursache dafür ist logischer Weise, dass ein Flugzeug nur ein bestimmtes Maximalgewícht transortieren darf, um sicher landen und starten zu können. Insbesondere der Billigflugverkehr führt zu einem Verdrängungswettbewerb zu Lasten umweltfreundlicherer Verkehrsträger. Außerdem sorgt die moderne Technik dafür, dass Arbeitsplätze teilweise abgebaut werden müssen. Neben den geringen Transportgewicht ist sicher auch der hohe Verbrauch an Treibstoff ein erheblicher Nachteil. Als Vergliech dient dazu die Bahn: wenn man die Bahn voll auslastet, ist sie wesentlich kostengünstiger als das Flugzeug. Die klimaschädigende Wirkung des Treibstoffes beruht insbesondere auf der Erzeugung von Kohlenstoffdioxid und atmosphärischen Wasserdampf in großer Höhe. An zahlreichen Flughäfen (z.B. Lübeck, Kiel, Flughafen Frankfurt-Hahn, Magdeburg) wird der Flugverkehr nur durch erhebliche Subventionen aufrecht erhalten. Durch die Steuerbefreiung kommt der Luftverkehr nicht für die durch ihn verursachten Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt auf. Besonders die Lärmbelästigung durch Flugzeuge stellt insbesondere für die Anwohner von Flughäfen ein Problem dar. Insgesamt werden nach Angaben des Umweltbundesamtes rund 30% der deutschen Einwohner durch Fluglärm belastet. Der Luftverkehr stellt damit nach dem Straßenverkehr die zweitstärkste Lärmquelle dar.

Siehe auch


- Portal:Luftfahrt
- Luftfahrt
- Luftfahrzeug
- Verkehrsluftschiff
- Luftsicherheit
- Luftfahrtgesellschaft
- Fluggesellschaft
- Airline !Luftverkehr

Verkehrsbauwerk

Ein Verkehrsbauwerk ist eine bauliche Anlage, die zur Abwicklung eines Personen- oder Güterverkehrs dient. Verkehrsbauwerke sind vielfältig und in fast allen Verkehrsformen üblich:

Straßenverkehr

Autobahn, Autobahnraststätte, Mautportal, Parkplatz, Garage, Parkhaus, Tiefgarage, Automatisches Parkhaus, Automatisches Parkhaus

Schienenverkehr

Bahnhof, Bahnstrecke/Schienenstrang, Bahnübergang Bahnübergang

Schiffsverkehr

Hafen, Containerbrücke, Schleuse, Trogbrücke, Leuchtfeuer, Wasserstraßenkreuz, Schiffshebewerk, Kanal (Wasserbau), Flusskanal Flusskanal

Flugverkehr

Flugplatz, Hangar, Tower (Flugplatz), Hubschrauberlandeplatz

übergreifend

Brücke/Viadukt, Unterführung, Tunnel, Tankstelle, Düker

Siehe auch


- Verkehr
- Verkehrswesen
- Verkehrsbauwesen
- Verkehrsweg
- Straßen- und Wegebau
- Verkehrsinfrastruktur Kategorie:Verkehrstechnik Kategorie:Verkehr
-


Verkehrsknoten

Ein Verkehrsknoten ist ein Ort, bei dem sich mehrere Verkehrswege kreuzen, z.B. ein Eisenbahnknoten oder Autobahnkreuz. Befinden sich mehrere Verkehrsknoten von Verkehrswegen unterschiedlicher Art in unmittelbarer Nähe und kommt es zum Verkehrsmittelwechsel, nennt man diesen Ort Verkehrsknotenpunkt. Die meisten Städte und Marktorte sind an solchen Kreuzungspunkten des Personen- oder Güterverkehrs entstanden - z.B. an Römerstraßen oder an Kreuzungen der Bernsteinstraße mit Flüssen. Mit der Zunahme des Öffentlichen und Individualverkehrs hat die Vernetzung von internationalen, nationalen und regionalen Verkehrslinien an Bedeutung gewonnen. Deshalb gibt es in vielen Ländern Europas so genannte Bahnhofsoffensiven, z.B. im TEN- und TINA-Netz. Im Straßenbau werden verschiedene Formen der Knotenpunkte definiert. Hierbei wird als erstes zwischen plangleichen und planfreien Knoten unterschieden. Ein plangleicher Knoten ist eine Kreuzung zwischen Straßen auf gleichem Niveau. Diese Form zeichnet sich dadurch aus, dass sich Verkehrsströme kreuzen. Hierunter fallen die meisten Kreuzungen in Ortschaften. Die bekannteste Form ist die Straßenkreuzung. Wenn es eine Straße und ein Eisenbahn ist, die kreuzen, ist es ein Bahnübergang. Ein planfreier Knoten ist eine Kreuzung auf unterschiedlichen Niveaus. Die bekanntesten Formen sind Autobahnkreuze und Dreiecke. Es gibt noch die Sonderform des halbplanfreien Knotenpunktes. Sie sind eine Mischung aus planfreien und plangleichen Elementen. Die bekannteste Form ist die Autobahnauffahrt. Als Sonderform kann auch der Kreisverkehrsplatz angesehen werden, da er ein Niveau aufweist und sich keine Verkehrsströme direkt kreuzen. Nicht zu verwechseln ist ein Knotenpunkt, der sich hauptsächlich mit den straßenbaulichen Gegebenheiten einer Kreuzung beschäftigt, mit einem Verkehrsknoten, der eine Verkehrskreuzung mit dem dazugehörigen Umfeld beschreibt. In Österreich wird beim Autobahnnetz jedes Autobahnkreuz oder Autobahndreieck als Knoten bezeichnet. Im Internet können Verkehrsknoten auch Punkte sein, an denen Information vermittelt wird.

Siehe auch


- Bahn
- Fluss
- Straße, Seidenstraße
- Graphentheorie, Knotentheorie
- Topologie
- Themenliste Straßenverkehr
- Verkehr
- Verkehrswesen
- Verkehrsbauwesen
- Verkehrsinfrastruktur

Weblinks


- http://www.isb.rwth-aachen.de/projekte/verkehrsknoten.html
- http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/07/01/16/bahnhoefe.htm
- http://www.verkehrsknoten.de/ Kategorie:Verkehr

Verkehrsweg

Verkehrswege bezeichnen Wege und Trassen, auf denen (sich) Personen, Güter und Daten von einem Ort zum anderen bewegen können. Sie werden in der Regel von Bund, Länder und Gemeinden bzw. internationalen Einrichtungen mit öffentlichen Mitteln errichtet oder ausgewiesen. Neuerdings gibt es Bestrebungen, Verkehrswege vermehrt nach einem Ausschreibungsverfahren von privaten Gesellschaften bauen und betreiben zu lassen (Privatisierung). Die Verkehrsinfrastruktur eines Gebietes bezeichnet alle Verkehrswege, ihre räumliche Ausdehnung, Vernetzung und die dazugehörigen baulichen und technischen Einrichtungen. Zu den ältesten Verkehrswegen zählen die Land- und Wasserwege. Schiene, Luftkorridore und kamen erst nach der Erfindung der entsprechenden Verkehrs- und Transportmittel hinzu. Ein allgemeinerer Begriff für Verkehrsweg ist auch Verkehrsroute.

Verkehrswege


- Fußgängerweg, Gehweg, Pfad, Steig, Trampelpfad
- Radweg
- unbefestigter Fahrweg
- Schiene
- Straße, Autobahn
- Wasserstraße, Binnengewässer
- Schifffahrtsroute
- Verkehrstrennungsgebiet (Schifffahrt)
- Flugkorridor im Luftverkehr

Verkehrsinfrastruktur

Zur Verkehrsinfrastruktur zählen neben den Verkehrswegen auch
- Flughäfen
- Parkplätze
- Häfen

Verantwortlichkeiten

Die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur obliegt der Verkehrspolitik und dem Verkehrsbauwesen und kann große Auswirkungen auf die relative Lage von Orten und Regionen haben. Getrieben wurde die Entwicklung in der Vergangenheit vorwiegend von der militärischen und kommerziellen Logistik. Eine Verkehrsinfrastruktur ist gut ausgebaut, wenn sie die verschiedenen Verkehrsmittel optimal miteinander vernetzt, so daß der Umstieg bzw. Umschlag von einem auf das andere Verkehrsmittel reibungslos erfordern kann. Für Häfen sind heute beispielsweise Anschlüsse an Autobahnen und Eisenbahnen wichtig, Flughäfen sollten ebenfalls an diese Verkehrswege angeschlossen sein und ein Umsteigen auf den ÖPNV erlauben. Innerstädtisch ist es die Herausforderung der Stadtplaner, die Straßen nicht zu überlasten. D.h. der ÖPNV muß preislich und zeitlich eine attraktive Alternative zum Individualverkehr sein.

Historische Entwicklung

In Europa waren die frühesten Fernverkehrswege (neben der Küstenschiffahrt) Flüsse sowie Fußwege, die über trockenes Land führten. Sie waren noch nicht besonders ausgebaut, erlaubten Händlern in der Antike aber den Fernverkehr mit ersten Handelsgütern wie Salz, Feuerstein, Honig, Metallen, Keramik und Waffen. Die Römer legten in historischer Zeit Fernstraßen in großen Stil an, primär um schnelle Truppenbewegungen zu ermöglichen. Diese Straßen dienten dann auch dem zivilen Personen- und Warenverkehr sowie der schnellen Weiterleitung von Nachrichten. Kanalbauten sind schon vor der römischen Epoche aus China und Ägypten bekannt. Zwei Aspekte des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur sind für den Handel wichtig: Die Zeitersparnis durch gut ausgebaute Verkehrswege senkt Transportkosten und macht den Handel verderblicher Waren überhaupt erst möglich. Dadurch profitieren Regionen, die vorher ihre Produkte wegen zu hoher Kosten bzw. zu hohen Warenschwunds nicht vermarkten konnten. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Canal du Midi im Süden Frankreichs, der es der Region erstmals ermöglichte, Getreide zu exportieren. Sie rückte damit bildlich gesprochen "näher" an die städtischen Märkte heran. In Deutschland waren es im Mittelalter überwiegend die Ränder von Mittelgebirgen, die für Fernstraßen geeignet waren. Sie hatten eine natürliche Entwässerung durch das Hanggefälle und dementsprechend überwiegend trockene und feste Fahrbahnen. Militärischen Gesichtspunkten folgte der Bau von langen geraden Straßen in Preußen im 18. Jahrhundert, die von Bäumen gesäumt waren. Sie dienten der schnellen Verlegung von Truppen, die Bäume sollten die Soldaten im Sommer vor der Hitze schützen. Auch beim Bau der ersten Autobahnen in Deutschland spielten solche Aspekte eine Rolle. Der Bau von Brücken über Flüsse lenkte in der Vergangenheit Waren- und Personenverkehr trichterförmig zu diesen hin. Es wird häufig geschrieben, eine Stadt sei "verkehrsgünstig gelegen". Tatsächlich ist es aber meistens so, daß die Stadt durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sich selbst diese günstige Lage erarbeitet hat oder den überregionalen Ausbau in ihrem Interesse beeinflußt hat. Schon im Absolutismus wurde erheblich in den Bau von Kanälen und die Schiffbarmachung von Flüssen investiert. Wasserwege waren der billigste Verkehrsweg und geeignet, auch größere bzw. schwerere Lasten über weite Strecken zu transportieren. England war hier Pionier, und in Kontinentaleuropa ist das historische Kanalnetz zwischen Rhein und Mosel heute ein beliebtes Revier für Freizeitkapitäne. Wichtig war hier die Entwicklung und die Weiterentwicklung der Schleusentechnik. Auch See- und Binnenhäfen gehören zur Verkehrsinfrastruktur. Sie entwickelten sich in Europa sprunghaft im frühen Mittelalter (Hanse) und weltweit stürmisch im 18. und 19. Jahrhundert. Diese Entwicklung hält ungebrochen an (Containerschiffahrt). Binnenschiffe wurden vor Erfindung der Dampfmaschine in der Regel von Pferden, Maultieren oder Menschen mit Leinen vom Ufer her gezogen, auf den sogenannten Treidelpfaden. Diese Wege sind heute häufig noch erhalten und dienen dann eher der Naherholung. Die Bedeutung der Binnenschiffahrt nimmt seit rund 150 Jahren tendenziell ab, allerdings könnten neue Containerleichter eine Belebung bringen. Mit der Erfindung der Dampfmaschine und der Eisenbahn im 19. Jahrhundert wurden die Wasserwege als billigstes Verkehrmittel abgelöst. Damit sanken die Transportkosten und die Transportzeiten noch weiter. Der beim Canal du Midi beschriebene regionale Aspekt erhielt nun eine kontinentale Dimension. Städte, die an die Fernbahnen angeschlossen waren, verbesserten ihre relative Lage, für ausgeschlossene Städte verschlechterte sie sich. Die Erfindung des Automobils führte und führt noch heute zum massiven Ausbau des Straßennetzes. Sowohl Individual- als auch Warentransportverkehr nehmen weltweit immer noch zu. In den Städten wurde seit der industriellen Revolution die Infrastruktur für die Beförderung von Arbeitern und Angestellten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ausgebaut. Nach Straßenbahnen (zunächst von Pferden gezogen, dann Elektrisiert) wurden U-Bahnen gebaut. Auch Busse ("Onmibus" bedeutet "für alle" sind wichtiger Bestandteil des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV). Der Flugverkehr hatte zunächst nur eine Bedeutung für die Personenbeföderung, seine Bedeutung für den Warenverkehr nimmt aber zu. Für den Tourismus hat er viele Ziele überhaupt erst zugänglich gemacht und trägt somit auch stark zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Hier sind es nicht die Waren, die schneller beim Verbraucher sind, sondern umgekehrt kann der Verbraucher schneller (und preiswerter) an das Urlaubsziel gelangen.

Siehe auch


- Verkehr - Verallgemeinerte Begriffsklärung
- Verkehrszweig
- Verkehrswissenschaften
- Verkehrssystem
- Verkehrsbauwesen
- Hochschule für Verkehrswesen
- Mobilität
- Verkehrsknotenpunkt
- Themenliste Straßenverkehr
- Themenliste Straßenbau Kategorie:Verkehr Kategorie:Verkehrstechnik

Verkehrswissenschaften

Verkehrswissenschaft(en) ist ein Sammelbegriff für alle wissenschaftlichen Disziplinen (Liste der Fachgebiete), die sich mit der Erforschung der naturwissenschaftlichen, technischen, technologischen, ökonomischen, soziologischen, juristischen, geographischen, historischen und psychologischen Gesetzmäßigkeiten des Verkehrswesens im Zusammenhang mit der Ortsveränderung von Gütern, Personen und Nachrichten befassen. Die Verkehrswissenschaft kann als Rahmenwissenschaft von Teilgebieten anderer Wissenschaften aufgefasst werden, die aus relativ selbstständigen, aber eng miteinander verflochtenen Disziplinen und Arbeitsfelder besteht, so z. B.
- Verkehrstechnik (besser Verkehrsmitteltechnik),
- Verkehrsbauwesen,
- Verkehrsplanung,
- Verkehrsingenieurwesen,
- Logistik (u.a. Verkehrs-, Transportlogistik),
- Verkehrswirtschaftslehre,
- Verkehrssoziologie,
- Verkehrsökologie,
- Verkehrspsychologie,
- Verkehrspolitik,
- Verkehrsrecht,
- Verkehrsgeografie,
- Verkehrsgeschichte,
- Verkehrstelematik,
- Verkehrskybernetik
- Verkehrsphysik,
- Verkehrsmedizin.

Geschichte

Voraussetzung für die Entstehung der Verkehrswissenschaften war die Herausbildung des Verkehrswesens sowie die entsprechende Profilierung der Wissenschaften. Dies war in der Mitte des 20. Jahrhunderts erfüllt. Bis dahin fand die wissenschaftliche Behandlung des Forschungsgegenstands "Verkehr" in den Disziplinen Nationalökonomie oder den bis dahin noch nicht weiter ausdifferenzierten Ingenieurwesen statt. Außerdem kam es zu einer verkehrsträgerspezifischen wissenschaftlichen Entwicklung.
- 1418 Gründung der ersten Marineakademie in Sagres (Portugal) durch Heinrich den Seefahrer. Dort wurde ein neuer Schiffstyp auf Basis wissenschaftlicher bzw. theoretischer Überlegungen entwicklet (Karacke),
- 1747 Gründung der Akademie für Straßen- und Brückenbau, Paris (Ecole nationale des Ponts et Chaussées),
- 1806 Gründung eines Ingenieurcorps für Wasser- und Landverkehr in St. Petersburg, Russland (später Verkehrshochschule),
- 1896 Gründung der späteren Eisenbahnuniversität Moskau. Mit Entfaltung des heute bekannten Verkehrswesens mit seiner politischen, wirtschaftlichen und technischen Bedeutung kam es zu einer übergreifenden wissenschaftlichen Betrachtung der verschiedenen Aspekte von Mobilität und Verkehr und damit zur Entstehung der Verkehrswissenschaft(en). Bedeutende Verkehrswissenschaftler in dieser Entwicklung waren in Deutschland u. a. Friedrich List (1789-1846), Emil Sax (1845-1927), Richard van der Borght (1861-1926), Wilhelm Launhardt (1832-1918), Kurt Wiedenfeld (1871-1955), Richard Hennig (1874-1951), Ernst Esch (1881-1945), Anton Felix Napp-Zinn (1899-1965), Carl Pirath (1884-1955). An verschiedenen Einrichtungen wurde/ wird dieses Querschnittsgebiet wissenschaftlich behandelt, so z. B. an Universitäten und Hochschulen sowie weiteren Forschungseinrichtungen (Fraunhofer-Gesellschaft, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und wissenschaftlichen Trägern (Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft). Eine Besonderheit im deutschsprachigen Raum stellte in diesem Zusammenhang die Hochschule für Verkehrswesen "Friedrich List" Dresden dar, an der zwischen 1952 und 1992 alle Verkehrszweige wissenschaftlich behandelt wurden. Seit 1992: Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List", Technische Universität Dresden).

Verkehrswissenschaft oder -wissenschaften?

In der Fachwelt besteht keine Einigkeit, ob es eine eigene Verkehrswissenschaft überhaupt gibt, denn die o. g. Disziplinen sind ihrerseits Bestandteil großer Wissenschaftsbereiche. Außerdem ist unklar, ob es sich um eine einzige Verkehrswissenschaft oder um mehrere Verkehrswissenschaften handelt. Insbesondere die Volkswirtschaftslehre/ Nationalökonomie betrachtet traditionell eine einzige Verkehrswissenschaft (gemeint ist dabei die Verkehrswirtschaftslehre). Daneben wird auch die Ansicht vertreten, dass die Verkehrsströmungslehre (traffic science, vgl. Verkehrsphysik) eine eigene Verkehrswissenschaft bildet - unabhängig von soziologischen, ökonomischen, technologischen oder technischen Randbedingungen.

Siehe auch


- Mobilität
- Mobilitätskultur
- Verkehr
- Verkehrswesen

Weblinks


- [http://www.dvwg.de Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft e. V.]
- [http://www.deutsche-verkehrsakademie.de Deutsche Akademie für Verkehrswissenschaft]
- [http://www.ivi.fraunhofer.org Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme Dresden]
- [http://www.dlr.de Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)]
- [http://www.verkehrswissenschaften.org Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List", TU Dresden] Kategorie:Verkehr Kategorie:Liste (Verkehr) Kategorie:Fahrzeug Kategorie:Transport & Verkehr Kategorie:Schienenverkehr Kategorie:Schifffahrt Kategorie:Luftverkehr Kategorie:Postwesen Kategorie:Telekommunikation Kategorie:Verkehrstechnik Kategorie:Güterverkehr Kategorie:Logistik

Hochschule für Verkehrswesen

Die Hochschule für Verkehrswesen (HfV) war eine universitäre Bildungs- und Forschungseinrichtung für alle Bereiche des Verkehrswesens (Eisenbahnwesen, Kraftverkehr/ Straßenverkehr, Städtischer Nahverkehr/ ÖPNV, Luftfahrt, Post- und Fernmeldewesen/ Telekommunikation, Tourismus, zeitweise auch Seeschifffahrt und Binnenschifffahrt) bzw. für alle Disziplinen der Verkehrswissenschaften (Ökonomie des Transport- und Nachrichtenwesens/ Verkehrswirtschaft, Verkehrstechnik, Verkehrsingenieurwesen, Verkehrsbauwesen) in Dresden.

Geschichte

Dresden Die HfV wurde 1952 gegründet und galt als die einzige Hochschulneugründung in der DDR. Sie ging aus der damaligen Fakultät für Verkehrswissenschaften der Technischen Hochschule Dresden (heute Technische Universität Dresden) hervor. Besonderen Anteil an der Gründung der Hochschule hatte der damalige Verkehrsminister der DDR, Prof. Hans Reingruber. Mit Prof. Gerhart Potthoff erhielt der verkehrswissenschaftliche Standort Dresden sein typisches wissenschaftliches Profil (Dresdner Schule der Transporttechnologie), insbesondere die komplexe und interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit in jedem Verkehrszweig. Im Jahre 1962 wurde der HfV der Beiname „Friedrich List“ verliehen. Die HfV unterstand bis 1990 dem Ministerium für Verkehrswesen (MfV) der DDR und war u. a. Ausbildungsstätte für die Deutsche Reichsbahn der DDR (DR) und die Deutsche Post der DDR (DP). Im Zuge der Wiedervereinigung wurde die Hochschullandschaft in Ostdeutschland an das Bildungssystem der Bundesrepublik angepasst. Somit ging die HfV in den Zuständigkeitsbereich des Freistaates Sachsen über. Die tiefgreifenden Strukturänderungen der frühen 1990er Jahre entfachten umfangreiche Diskussionen über den Fortbestand der HfV. U. a. wurde ein Konzept für die Umformung in eine Europäische Verkehrshochschule verfolgt, blieb jedoch erfolglos. Im Jahre 1992 erfolgte dann die Auflösung der HfV durch den Freistaat Sachsen. Der verkehrswissenschaftliche und universitäre Teil der Hochschule blieb erhalten und wurde als Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List" in die TU Dresden integriert. Die verbleibenden Einrichtungen und Strukturen (u. a. das Hauptgebäude der HfV in unmittelbarer Nähe des Dresdner Hauptbahnhofs) waren der Kern für die im Jahre 1992 neu gegründete Fachhochschule , die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden.

Stuktur

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Struktur zur Gründung 1952


- Fakultät für Verkehrsökonomie (1952) / Fakultät für Verkehrsökonomik
- Fakultät für Verkehrstechnik (1952)
- Fakultät für Verkehrsbauwesen (1953)

Struktur in den 1970er/ 80er Jahren (verkehrswissenschaftliche Einrichtungen)


- Sektion Verkehrs- und Betriebswirtschaft
- Sektion Fahrzeugtechnik
- Sektion Technische Verkehrskybernetik (später Sektion Transporttechnologie)
- Sektion Verkehrsbauwesen
- Sektion Nachrichtentechnik
- Sektion Prozessautomatisierung
- Sektion Militärisches Transport- und Nachrichtenwesen Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Struktur im Jahr der Auflösung (1992, verkehrswissenschaftliche Einrichtungen)


- Fakultät für Wirtschaft und Verkehr
- Fakultät für Verkehrsingenieurwesen und Logistik
- Fakultät für Maschinenbau und Fahrzeugtechnik
- Fakultät für Bauingenieurwesen und Verkehrsinfrastruktur
- Fakultät für Elektrotechnik, Telekommunikation und Prozessautomatisierung
- Der Hochschulleitung unterstellte Einrichtungen:
  - Institut für Verkehrssoziologie und -ökologie
  - Institut für Verkehrsrecht, Öffentliches Recht und Privatrecht
  - Institut für Wirtschafts-, Technik- und Verkehrsgeschichte Kategorie:Verkehrsgeschichte Kategorie:Verkehrstechnik Kategorie:Verkehr Kategorie:Transport & Verkehr Kategorie:Schienenverkehr Kategorie:Schifffahrt Kategorie:Luftverkehr Kategorie:Postwesen Kategorie:Telekommunikation

Weblinks


- [http://www.tu-dresden.de Technische Universität Dresden]
- [http://www.verkehrswissenschaften.org Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“]
- [http://www.htw-dresden.de Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH)]
- [http://www.hfv-dd.de Traditionsseiten für die Dresdner Fachschaft Verkehrswissenschaften]

Kategorie:Verkehrsbauwerk

Kategorie:Bauwerk nach Funktion Bauwerk

Zubenalgubi

Brachium is een ster in het sterrenbeeld Weegschaal (Libra). De ster luistert ook naar de namen Sigma Librae, Cornu en Zubenalgubi. De ster lag oorspronkelijk in Schorpioen maar lag zover uit Schorpioen en in Weegschaal dat de astronoom B.A. Gould het in de negentiende eeuw aan Weegschaal toewees. De ster is stervende; de ster gebruikt een bijna uitgeputte koolstof-/zuurstofkern en schijnt daardoor fel en zet uit. De ster zal veranderen in een witte dwerg.

Bronnen


- [http://www.astro.uiuc.edu/~kaler/sow/zubenh.html Jim Kaler - STARS]
- [http://www.alcyone.de/SIT/bsc/ Bright Star Catalogue] Categorie:Ster

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